Cozroh-Codex Regesten fol. 173v - 266v
Cozroh-Codex: Beginn der Urkunden Bischof Hittos auf fol. 187.
Erschließung der Handschrift HL Freising 3a - Digitale Edition
von Adelheid Krah
Institut für Österreichische Geschichtsforschung
Universität Wien
| f. 173v-178 | Ursprünglich unbeschrieben; Nachträge von Gerichtsentscheidungen der Amtszeit Bischof Hittos aus den Jahren 818, 822, 828. Mehrere Texte sind von Cozrohs Hand kopiert. |
| f. 173v-175 | (Atto nr. 212) Nachtrag zu Hitto. Gerichtsurkunde des kaiserlichen Sendgerichts zu Allershausen (Gde., Lkr. Freising), 822 VIII 31 (TF 475). Im Streit um die Rechte an der Kirche zu Kienberg unterliegt Bischof Nidker/Nitker von Augsburg gegen Hitto. Lit.: Diepolder, Aribonen 107, zu Anthugi, dem „defensor“ Nidkers. |
| f. 175-176v | (Atto nr. 213) Gerichtstag Hittos an der Pfettrach und in Allershausen (Gde., Lkr. Freising), 818 IX 15 (TF 401a, b, c). – Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 261. |
| f. 176v-177v | (Atto nr. 214) Nachtrag einer Gerichtsentscheidung der Amtszeit Hittos. Placitum in Föhring (Oberföhring, Teil des 13. Stadtbezirks v. München) der Bischöfe Hitto von Freising und Baturich von Regensburg sowie der „missi dominici“ Hatto und Kisalhard. Adaluni verliert den Prozess um die Kirche zu (Hinter)Holzhausen; 822 IV 14 (TF 466). – Lit.: Brown, Unjust seizure 147f. |
| f. 179-184v | Verzeichnis der Traditionen der Bischofszeit Hittos. |
| f. 187-193v | Urkundenkonvolut, datiert nach den Kaiserjahren 812-814 Karls d. Gr. |
| f. 187 | (Hitto nr. 1) „Traditio Deotcozi ad Richareshusum et Folmoti fratris sui”, 812 VI 12 (TF 303); Initienblatt. Beginn der Traditionen der Bischofszeit Hittos, Schenkung und Präkarienvertrag. Lit.: Krah, Cozroh 421, 424 [pdf]. Reichertshausen (Gde., Lkr. Pfaffenhofen a.d. Ilm). Vgl. auch TF 96, HL Freising 3c, f. 14: Die „femina religiosa Toza“ schenkt ihr Bethaus zu Reichertshausen, 779 VI 16 (Arbeo nr. 63) verlorene Lage VIII von HL Freising 3a. – Lit.: Störmer, Adelsgruppen 155f. |
| f. 187v | (Hitto nr. 2) „Traditio Cundharti presbiteri ad Pleoningas et Liuthrammi”, 813 I 19 (TF 305). Cundhart und sein Neffe Liutram verschenken ihre Eigenkirche in Pliening (Gde., Lkr. Ebersberg). – Lit.: Krah, Cozroh 423 [pdf]. |
| f. 188v | (Hitto nr. 4) Paldachar und seine Frau schenken gemeinsam Erbbesitz in Ismaning (Gde., Lkr. München), 814 II 5 (TF 314), Memorialstiftung. |
| f. 190 | (Hitto nr. 6) Cundhart schenkt seinen „ad Perke“ erworbenen Eigenbesitz, sein Neffe Liuthram den dort von seinen Brüdern ererbten zu ihrer beider Seelenheil; 812 IV 23 (TF 301); Ort wohl Berg am Laim, heute Stadtteil von München. |
| f. 190v-191 | (Hitto nr. 8) Notitia zur Ausstattung und Eigenkirchgründung Hahmunts „ad Perge“ zur Zeit Bf. Attos; Renovatio und weitere Ausstattung durch ihn und seine Mutter Ellanpirc bei der Kirchweihe durch Hitto im Beisein zahlreicher Zeugen; 813 I 20 (TF 306); wohl Kirchgründung von Berg am Laim, heute Stadtteil von München; Lit.: Mayr, Ebersberg 77. |
| f. 191v | (Hitto nr. 10) „Traditio Orendil comitis ad Scamaha”, 814 I 15 (TF 313). Schenkung Gf. Orendils an Freising. Er erhofft die Nachfolge eines seiner Söhne im Grafenamt und sichert diesem vertraglich den genannten Schenkungsbesitz als Benefizium. Ort v. Störmer als Schammach (Lkr. Ebersberg) identifiziert. – Lit.: Jahn, DB 322; Störmer, Früher Adel II 458, 562. |
| f. 192v-193 | (Hitto nr. 12) Kurze Notitia über die in Hohenkammer (Gde., Lkr. Freising) erfolgte Schenkung der dort gelegenen Allodialbesitzungen Leidrats, 813 XII 3 (TF 310). Lit.: Vgl. Semmler, Zu den bayrisch-westfränkischen Beziehungen 402ff. – Der Spitzenzeuge Paldachar begegnet als Schenker im Jahr 814 im Kontext dieses Aktenkonvoluts (vgl. Hitto nr. 4). |
| f. 196 | (Hitto nr. 19) „Traditio Rihpaldi clerici ad Crazun”, 814 XI 12 (TF 329). Priestertradition; vgl. f. 277v (Hitto nr. 155, TF 447). |
| f. 196v | Schreiber: Cozroh, im Mittelteil ein weiterer Schreiber (Z. 8-17). |
| f. 202v-203v | (Hitto nr. 29) „Donatio Hittonis episcopi”, 815 XI 5 (TF 352). Gemeinsame Schenkung Bf. Hittos und seiner Schwester Cotesdiu; Datierung nach dem 2. Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. und dem 1. Jahr der Königsherrschaft Lothars in Bayern. – Lit.: Krah, Cozroh 425f. [pdf]. |
| f. 203v-210v | Priestertraditionen. |
| f. 205v-206 | (Hitto nr. 32) „Traditio Spulit ad Uuinimunteshusir”, 815 X 2 (TF 348). Ausführliche Notitia der Schenkung von Erbbesitz in Wiedenzhausen (Gde. Sulzemoos, Lkr. Dachau) durch Spulit mit anschließendem Nutzungsvertrag auf Lebzeiten. Spulit begegnet auch als Vogt der Freisinger Bischofskirche. Lit.: Störmer, Gerichtsprozesse 263. – Vgl. auch f. 342 (Hitto nr. 266, TF 579) |
| f. 207v | (Hitto nr. 35) „Traditio Uualdberti“, 815 X 2 (TF 350). Lit.: Krah, Cozroh 422, A. 31 [pdf]. |
| f. 208 | (Hitto nr. 36) „Traditio Remeio monachi e(t) Sonperht diaconi“, 815 III 15 (TF 334). Der Mönch Remeio (Remigius/Remedius) und sein Sohn „Sonperht diaconus“ verschenken ihre Eigenkirche zu Gremertshausen (Gde. Kranzberg, Lkr. Freising), westlich von Freising. Lit.: Störmer, Romanen und Slawen als Grundherren in der karolingischen Diözese Freising, in: Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg 52, Würzburg 1998, 1-13; Heitmeier, Inntal 260. – Unter den Zeugen/Grenznachbarn der Notitia finden sich ein Poapo und ein Simon Sclauus. |
| f. 210-210v | (Hitto nr. 40) „Traditio Helmberti et Mezzi“, 815 VI 24 (TF 343). Gerichtsnotitia zur Sicherung der Schenkung des verstorbenen Helmperht durch Präkarienvertrag zugunsten seines Bruders Mezzi unter Ausschluss des erbberechtigten, nicht namentlich genannten Sohnes. Vgl. die Namenlücken im Text auch zu Ort und „mancipia“. Spitzenzeuge ist „Ellanperht iudex“. |
| f. 210v-211v | (Hitto nr. 41) „De eclesia (sic!) Sancti Johannis ad Feringa“, 815 X 2 (TF 351). Synodale Gerichtsentscheidung bezüglich der Eigentumsrechte von Freising an der Johanneskirche in Oberföhring (Stadtteil v. München); diese restituiert der Diakon Huuezzi und empfängt sie anschließend als Benefizium gegen jährlichen Naturalzins. Datierung nach dem 2. Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. und dem 1. Jahr der Königsherrschaft Lothars I. in Bayern. – Lit.: Brown, Unjust seizure 145f. |
| f. 212v | (Hitto nr. 44) „Traditio Lanfridi seu venditio“, 815 II 19 (TF 332). Notitia eines Kauf/Tauschgeschäftes: Lantfrid verkaufte vier Parzellen Wald in Poapincella ebendort an den Freisinger Vogt Sindeo, der im Auftrag von Bf. Hitto den Wald gegen ein Pferd erwarb. |
| f. 220-221 | Priestertraditionen im Kontext: |
| f. 220-221 | (Hitto nr. 56) Protokoll einer Gerichtsentscheidung in Freising über die Zugehörigkeit und Ausstattung der Kirche in Frauenvils. Schenkung von Erbbesitz durch den Kleriker Frumolt und seinen Bruders Cozolt, welchen Frumolt dann mit der Kirche als Lehen gegen Jahreszins erhält; 816 IV 13 (TF 358). – Frauenvils (Gde. Taufkirchen/Vils, Lkr. Erding) wurde demnach von einer Stifter- und Erbengemeinschaft gegründet, so auf f. 221v: „sicut alii vicini vel heredes illorum qui hanc ecclesiam construxerunt“. |
| f. 221 | (Hitto nr. 57) „Traditio Leidrati et Sigifridi presbiterorum ad Seuun“, 816 XII 20 (TF 369). Zwei kurze Urkunden in Form der Charta, durch welche Besitz in Seuun/Soyen an Freising tradiert wurde, von Leidrat ererbter Familienbesitz, während der sächsische Priester Sigifrid – „de genere Saxonum“ – sein von Karl d. Gr. erhaltenes Benefizium übergab. |
| f. 222v-223v | Priestertraditionen im Kontext: |
| f. 222v-223 | (Hitto nr. 60) Der Priester Fritilo erneuert anlässlich seiner Rompilgerfahrt seine zur Zeit Bischof Attos getätigte Schenkung von Besitz in Langenpreising (Gde., Lkr. Erding) inklusive der Nutzungsrechte im Todesfall; 816 IV 13 (TF 359). Lit.: Sturm, Preysing 178ff.; er vermutet, dass Fritilo mit Ausnahme der hier bezeugten Rompilgerschaft ständig in Preising lebte. Vgl. auch eine weitere Renovatio dieser Schenkung durch Fritilo nach seiner Rückkehr, datiert auf 823 V 12, auf f. 292v (Hitto nr. 180, TF 491). |
| f. 223-223v | (Hitto nr. 61) Der Priester Sigo schenkt ererbte und erworbene Güter zu Oberaudorf, Pang und Raubling anlässlich seiner Pilgerfahrt nach Rom; anschließend werden diese seinen Neffen Sigo und Deotfrid von Bischof Hitto als Lehen zugeteilt; 816 VI 2 (TF 363). Orte alle im Lkr. Rosenheim; zur hier überlieferten Einholung der bischöflichen Lizenz für die Pilgerfahrt vgl. Sturm, Preysing 180. |
| f. 223v-224 | (Hitto nr. 62) Der Priester Hrodolf schenkt den von seinen Eltern und Geschwistern ererbten Besitz in Miltach (Grandlmiltach, Gde. Kranzberg, Lkr. Freising) an das Hochstift; 816 IV 7 (TF 356). |
| f. 226-226v | (Hitto nr. 68) „Traditio Meginolti et filii eius Hahfrid”, 816 IV 11 (TF 357). Hitto erneuert den Nutzungsvertrag des Klerikers Hahfrid am väterlichen Lehen, den einst Bischof Atto mit Meginolt zugunsten Hahfrids geschlossen hatte. Da der Rechtsakt in Moching (Ampermoching, Gde. Hebershausen, Lkr. Dachau) stattfand, dürften Meginolt und Hahfrid zu den „viris qui vocantur Mohingara“ gehört haben (vgl. f. 115v, Atto nr. 92, TF 235). |
| f. 237 | (Hitto nr. 88) „Donatio Andreae episcopi in locis nominatis ad suuindaha et asc“ (TF 400 a, b, c). Textkonvolut zur Schenkung (mit Investitur und Renovatio) von Erbbesitz in der Schwindau (Gde. Schwindegg, Lkr. Mühldorf a. Inn) durch Bischof Andreas von Vicenza an Freising, 818 VIII-819 VIII 12. Schenkung und Investitur/Bestätigung sind im Stil der bischöflichen Kanzlei Oberitaliens verfasst. – Lit.: Sturm, Preysing 92; vgl. f. 289v-290v (Hitto nr. 176, TF 492): Präkarienvertrag dieser Besitzungen von 823 VI 3 für Bf. Francho von Vicenza, den Nachfolger. Dieser tradierte damals gleichzeitig seinen Erbbesitz an Freising, ebenfalls in der Siedlungskammer Schwindau (Schwindegg) gelegen. |
| f. 241v-243 | (Hitto nr. 91) „Traditio quam fecit Engilpoto de Francis“, 818 IV 18 (818 IV 26) (TF 397). „Engilpoto laicus“ schenkt Besitz zu Kinzlbach (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding). Renovatio im Kloster Isen (Gde., Lkr. Erding), Bestätigung durch einen fränkischen Adeligen und seine Mutter Keyla zu Jahresende in Aachen. Die Dokumente zeigen den Aufstieg Engilpotos, „servus“ der Keyla, den sie freigelassen und Freising kommendiert hatte ebenso wie den engen Kontakt Freisings zum Kaiserhof in Aachen. Sie bezeugen die Anwesenheit berühmter fränkischer Magnaten in Isen, so des „Egilolf pedagogus Hloduuici iuvenis“ Erzieher Ludwigs d. Dt., oder des Brüderpaares Hardnid und Nidhart, Enkel Karls d. Gr. – Lit.: Störmer, Früher Adel 76. Zu Keyla, Witwe Audulfs s. Sturm, Preysing 205, zu Nithard Krah, Potestas regia 168-186 u. H.-W. Goetz, Nithard, LMA VI, 1993, Sp. 1201. |
| f. 244v-245 | (Hitto nr. 94) Zwei Rechtsgeschäfte des Priesters Ascrih: „Traditio Ascrih presbiteri ad Holze seu negotium eius quicquid ad Scrote et ad Chadalo comparavit cum pretio“. 1. Die Traditio: Ascrih schenkt „suam propriam conparationem seu lucrationem…ad Holze“ zum eigenen Seelenheil; 818 V 21 (TF 399a). – 2. Der Tauschvertrag: Mit Hilfe seines Bruders Engilhart ertauschte Ascrih von Scrot und Chadol Land und Wald in der Schwindau gegen zwei Pferde und die Unfreie Suester; 813 IV 8 (TF 399b), datiert nach dem 13. Kaiserjahr Karls d. Gr. – Schwindau, Siedlungskammer (Gde. Schwindegg, Lkr. Mühldorf a. Inn). – Chadol/Chadalo begegnet als Zeuge in der kurzen Gerichtsnotitia von 818 über die Restitution des von Chunibert entfremdeten Kirchenguts an Bf. Hitto (Nachtrag auf f. 176, Atto nr. 213, TF 401b), in der Schenkung Tenils von 821 (f. 270v-271, Hitto nr. 138, TF 450), im Lehensvertrag Reginuuarts 822 (f. 279, TF 461) und dessen Erweiterung durch veränderte Zinsleistung 823 (f. 294, TF 490), der Schenkung Cundpalds von 826, die auch Chunibert bezeugt (f. 329, TF 529); ferner nimmt er bei der Schenkung des Priesters Uualdperht von Besitz in Chadalesdorf/Kollersdorf (Gde. Nandlstadt, Lkr. Freising), einer offensichtlich nach diesem Chadol benannten Siedlung, im Jahr 830 die Investitur vor (f. 352, TF 597). |
| f. 246v-247v | Frauenschenkungen im Kontext: |
| f. 246v | (Hitto nr. 97) „Traditio Isanharti clerici et Tunna mater eius”, 818 X 18 (TF 403). Mit Hilfe seiner Mutter Tunna gelingt es Isanhart, seinen väterlichen Erbbesitz von den älteren Brüdern zu erhalten und sich damit in den Dienst der hl. Maria und den bischöflichen Schutz Hittos zu begeben. |
| f. 247-247v | (Hitto nr. 98) Notitia der Schenkung von Eigenbesitz durch die Witwe Imma und der ihr hierfür übertragenen Nutzungsrechte auf Lebenszeit gegen einen Jahreszins von einem Denar; 818 I 29 (TF 392). |
| f. 248-249 | (Hitto nr. 100) „Beneficium Ermansuinda filia Sigiharii de Hasalpah seu traditio illius“, 818 IX 17 (TF 402). – Die „ingenua“ Ermansuind, verheiratet mit Uualdperht, dessen Status als „seruus“ der Freisinger Domkirche soeben festgelegt worden war, übereignet ihren väterlichen Erbbesitz und erhält ihn als Freisinger Lehen zur Bewirtschaftung auf Lebenszeit zurück, zusammen mit weiterem, von ihrem Vater Sigihard zur Amtszeit Bischof Attos an Freising tradierten Erbbesitz. – Der Text spielt auf das Placitum zu Allershausen (Gde., Lkr. Freising) vom 15. 09. 818 an, auf welchem Uualdperht in die Schicht der unfreien Dienstleute der Freisinger Domkirche eingegliedert wurde; vgl. f. 176 (Atto nr. 213, TF 401c). Die Rechtsentscheidungen vom 15. und 17. 09. 818 (Atto nr. 213 und Hitto nr. 100) basieren auf einer damals erfolgten Sichtung des Freisinger Urkundenbestandes „in armaria sanctae Mariae“ (vgl. f. 248v). |
| f. 249-250 | Priestertraditionen im Kontext: |
| f. 249-249v | (Hitto nr. 101) Die beiden Priester Ermperht und Erchanfrid (Neffe und Onkel) schenken ihren Eigenbesitz an der Strogen, 819 IV 13 (TF 408) – Memorialstiftung der Schenker in Form einer Notitia. – Vgl. auch den Ort Ober- und Unterstrogn (Gde. Bockhorn, Lkr. Erding), der offensichtlich im Besitz der Stiftergemeinschaft von Isen und ihrer Nachkommen war, so Störmer, Adelsgruppen 129. |
| f. 249v-250 | (Hitto nr. 102) Der Priester Uuichuas schenkt Eigenbesitz zu Wang, 817 VII 22 (TF 377). Charta einer Memorialstiftung. |
| f. 250v | (Hitto nr. 104) Memorialstiftung der Tompurc in Finning, 818 III 29 (TF 396). Schenkungsurkunde, in welcher die „mulier Tompurc“ als Mitglied der Oberschicht eigenständig handelnd ohne Rechtsvormund auftritt. Finning (Gde., Lkr. Landsberg a.Lech). |
| f. 251-251v | (Hitto nr. 105) Erneuerung der Schenkung des Priesters Cozolt sowie Nutzungsvertrag für ihn und seinen Neffen Liuthram gegen jährlichen Naturalzins, 819 I 13 (TF 405). Der Rechtsakt basierte auf der Schenkung von Erbbesitz in Neufahrn (Gde., Lkr. Freising) oder Neufarn (Gde. Vaterstetten, Lkr. München) durch Cozolt während der Amtszeit von Bischof Arbeo sowie einer Renovatio unter Atto. Er fand in Eching (Gde., Lkr. Freising) vermutlich auf einem Placitum statt und diente der Prävention eines künftigen Erbstreites. – Vgl. zur seelsorgerischen Tätigkeit des Priesters Cozolt die auf f. 247 (Hitto nr. 98) genannte „Cozolti ecclesia“, wo Bischof Hitto im Januar 818 eine Messe feierte. Vgl. ferner zum Streit Cozolts und seines Bruders Frumolt um die Kirche zu Frauenvils f. 220 (Hitto nr. 56). |
| f. 251v-252v | (Hitto nr. 106) Der Priester Imihho schenkt sein Eigenkirchlein zu Holzhausen am Würmsee (am Starnberger See, Gde. Münsing, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), 818 III 14 (TF 394). Die Urkunde dokumentiert die Kirchweihe durch Hitto sowie die Ausstattung der Holzhausener Kirche mit Erbbesitz, die Traditio Imihhos an Freising, ebenso die ihm übertragenen Nutzungsrechte auf Lebenszeit. |
| f. 254 | (Hitto nr. 110) „Ratkis tradidit ad Mohhinga”, 819 IV 18 (TF 410). Kurzes Gedächtnisprotokoll der Schenkung einer Mühle in der Siedlungskammer Feldmoching (heute Stadtteil v. München), welche Ratkis vor seiner Pilgerfahrt nach Rom in Freising vornahm. |
| f. 255-255v | (Hitto nr. 112) „Qualiter Cozpald laicus reddit beneficium ad Sulzamose“. Gerichtsprotokoll vom 20. 6. 820 des Streites um die Eigentumsrechte der von Pisum an Freising geschenkten und von seinem Neffen Cozpald bisher bewirtschafteten Güter in Sulzemoos. Nach Verzicht auf jegliche Eigentumsrechte wird Cozpald wiederbelehnt (TF 438). Ort: Sulzemoos (Gde., Lkr. Dachau). |
| f. 262v-263 | (Hitto nr. 126) Rückübertragung der Nutzungsrechte seines an Freising verschenkten Besitzes in Holzhausen durch den Priester Deotpald anlässlich seiner Romfahrt; 819 IV 14 (TF 409). |
| f. 263v-264v | (Hitto nr. 128) Erfolgreiche Rückforderung Hittos der an den Diakon Sundarheri ausgegebenen Lehen in Isen (Gde., Lkr. Erding) und Albaching (Gde., Lkr. Rosenheim), welche zum ehemaligen Besitz der Stifterfamilie des Klosters Isen gehörten, 818 V 4 (TF 398). Vgl. f. 30 (Arbeo nr. 6). – Lit.: Störmer, Sundarheri scriptor 23. Teil dieser Auseinandersetzung ist die anschließende Schenkung des Familienbesitzes in (Moos / Forst) Inning (Forstinning, Gde., Lkr. Ebersberg) am Rande des Ebersberger Forstes durch Cunzo, den Bruder Sundarheris; Mayr, Ebersberg 88-90, „Die Gruppe von Forstinnig“. |
| f. 266v | (Hitto nr. 132) „Incipiunt traditiones de anno septimo inprimis traditio Heripaldi presbiteri”, 820 IV 19 (TF 434). Urkunden, die aus dem siebten Kaiserjahr Ludwigs d. Fr. datieren; mehrfarbige P-Initiale markiert den Beginn. – Lit.: Krah, Cozroh 426f. [pdf]. |
(Stand: 11.09.2008)
Zuletzt aktualisiert: 31. August 2010