Johannes (ca. 349-407), mit dem Beinamen "Goldmund" (gr. Chrysostomos), zählt wegen seiner Rednergabe neben Basilius dem Großen, Athanasius, Gregor von Nazianz und Gregor von Nyssa zu den Kirchenvätern des griechischen Ostens.
Die vorliegene Inkunabel bringt vier Werke in lateinischer Übersetzung: Eine zweibändige Abhandlung aus seiner Mönchszeit über die "Zerknirschung des Herzens" (De compunctione cordis), die an die Mönche Demetrius und Stelechius gerichtet war. – Eine Homilie über die Buße (De penitentia). – Die Abhandlung, dass niemand Schaden nimmt, außer durch sich selbst (Quod nemo leditur nisi a seipso), eine Trostschrift, die Johannes Chrysostomos in der Verbannung schrieb. – Schließlich eine Schrift über die Wiederherstellung der Abgefallenen, d.h. der aus dem Mönchtum Ausgetretenen (De reparatione lapsi).
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Dombibliothek Freising, J 2
Johannes Chrysostomus
Paris, [Johann Higman und Wolfgang Hopyl? für] Claudius Jaumar, [ca. 1497]
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Im Heiligen Jahr 1500 wurde für die zahlreichen Rompilger ein Romführer gedruckt. Er enthält die Geschichte der Stadt von den Anfängen bis Kaiser Konstantin und beschreibt die sieben Hauptkirchen mit ihren Heiligtümern und Ablässen. Die Inkunabel zeigt Abbildungen der Reliquienschau, die im Heiligen Jahr üblich war. Die vorliegende deutsche Übersetzung der Mirabilia urbis Romae ist sehr selten.
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Dombibliothek Freising, J 17
Straßburg, [Matthias Hupfuff], 1500
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Verwaltungsjuristen und Anwälte, die an der Römischen Kurie ihren Dienst versahen, benötigten eine Vielzahl von Nachschlagewerken. Zu diesen Handbüchern gehörten Formularbücher, die eine Zusammenstellung von Mustern für bestimmte rechtliche Vorgänge boten. Hier war z.B. festgelegt, wie Anträge für eine Streitsache einzubringen waren, wie Appellationen formuliert werden mussten, oder was bei der Prozessführung zu beachten war.
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Dombibliothek Freising, J 68
Köln, Johann Koelhoff d. Ä, [vor 1482]
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Bartolomeo da Montagnana (gestorben 1460) war Professor der Medizin in Padua. Er verfasste medizinische Schriften, die auch noch im 17. Jahrhundert nachgedruckt wurden.
In seinen Consilia medicinalia behandelt er eine Vielzahl von menschlichen Leiden bis hin zur Seekrankheit und gibt Anleitung zu ihrer Heilung. Dabei fällt auch ein Licht auf die zeitgenössische Volksmedizin.
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Dombibliothek Freising, J 107
Bartholomeo da Montagnana
[Padua], [Fridericus Johannis Teutonicus], [Juni oder Juli 1476]
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Enea Silvio de’ Piccolomini (1405-1464), ab 1458 Papst Pius II., war einer der bedeutendsten Humanisten seiner Zeit.
In seiner 1444 gedruckten Schrift De miseria curialium, die dem Rechtsgelehrten Johann von Aich (1445-1464 Bischof von Eichstätt) gewidmet ist, beschreibt er in humorvoller Weise und mit der Gelehrsamkeit eines Humanisten das "Elend" des Lebens bei Hof, das von den dort Beschäftigten aber dennoch aus Ehrgeiz und Machtgründen freiwillig in Kauf genommen wird: Das Essen ist schlecht. Aus Angst vor Diebstahl wird nur in Holzbechern serviert. Die Übernachtung ist primitiv. Der Unterschied zwischen Herrschaft und Dienerschaft wird drastisch hervorgehoben. Der Dienstlohn wird unpünktlich und unvollständig ausgezahlt. Das Verhältnis untereinander ist gespannt. Dazu drängt die eigene Verwandtschaft die Hofangestellten zu Eingaben beim Regenten. Am Ende des Werkes rühmt Enea alle diejenigen, die das Elend und die Intrigen des Hofdienstes verlassen und sich zu wahrer Ruhe und Zufriedenheit aufmachen.
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Dombibliothek Freising, J 113
Papst Pius II.
Rom, Johannes Philippus de Lignamine, 3.III.1473
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Dieses einzige erhaltene Exemplar war wohl für die Befestigung am Kirchenportal gedacht und zeigt Holzschnitte der vier Hauptkirchen Roms, St. Peter, St. Paul vor den Mauern, St. Johannes im Lateran und S. Maria Maggiore, die es zur Erlangung des Jubelablasses zu besuchen galt.
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Dombibliothek Freising, J 115
Papst Alexander VI.
[Rom], [Johann Besicken], [nicht vor 22.XII.1499]
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Für Rechtshandlungen wurden feste Formulare und stereotype Wortfolgen verwendet. Aus diesem Grunde wurden seit der Antike Formelbücher (Formularbehelfe) angelegt, in denen Muster für bestimmte rechtliche Vorgänge zusammengestellt waren. Die verschiedenen Vorgänge waren darin abstrahiert dargestellt, Zahlen, Zeitangaben und Personennamen durch eine Variable wiedergegeben. So diente dieses Musterbuch vor allem Kanzleien und Juristen als Arbeitsmittel. Erschlossen ist es durch ein alphabetisches Stichwortregister.
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Dombibliothek Freising, J 118
Venedig, [Philippus Pincius? für] Lucantonio Giunta, 10.VII.(?)1500
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Johannes Trithemius (1462-1516) war Abt des Benediktinerklosters Sponheim bei Bad Kreuznach, das in seiner Amtszeit auf Grund seiner Bibliothek zu den bedeutendsten Klöstern des deutschen Frühhumanismus zählte. Berühmtheit erlangte Johannes Trithemius als Redner und Schriftsteller.
Die Verehrung der Hl. Anna ist das Thema dieser Schrift, die einen Bogen spannt von den Personen, die die Heilige verehren, über die Anna-Feste bis zu verschiedenen Wunderberichten. Den Abschluss bilden Gebete und Gesänge zu Ehren der Heiligen.
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Dombibliothek Freising, J 132
Johannes Trithemius
Mainz, Peter von Friedberg, 21.VII.1494
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Der Dominikaner Nikolaus de Hannapes (1225-1291) war päpstlicher Kurialbeamter (Pönitentiar) und schließlich in den letzten Lebensjahren letzter im Heiligen Land residierender Patriarch für Syrien, Zypern und Kleinarmenien. Er starb bei der Eroberung Akkons.
Von seinen moralischen Abhandlungen und von den Fastenpredigten wurde wenig gedruckt. Die vorliegende Schrift, die Nikolaus von Hannapes zugeschrieben wird, ist eine Realkonkordanz, d.h. ein alphabetisches Begriffslexikon mit Belegstellen aus der Bibel. Die Auswahl der Begriffe erfolgte in diesem Fall nach moralischen Gesichtspunkten.
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Dombibliothek Freising, J 136
Nicolaus de Hannapes
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Der Humanist Niccoló Perotti (1429-1480) lehrte 1450-1454 Rhetorik an der Universität Bologna. Seit 1458 war er Erzbischof von Siponto. Daneben blieb er der Sprachwissenschaft verbunden und nahm Übersetzungen aus dem Griechischen (Polybios, Epiktet) ins Lateinische vor, verfasste einen Martial-Kommentar und eine der frühesten humanistischen lateinischen Schulgrammatiken.
Seine Metrik untersucht das Versmaß durch Vergleich bei griechischen und römischen Autoren, so bei Horaz, Boethius und Hippokrates.
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Dombibliothek Freising, J 155
Niccoló Perotti
[Verona], [Boninus de Boninis, de Ragusia], [um 1483]
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Bartolus von Saxoferrato (1313-1357) lehrte an den Universitäten Pisa und Perugia Zivilrecht. Er war ein gefragter Gutachter beim kaiserlichen Hof.
Er verfasste umfassende Kommentare zu den Digesten Kaiser Justinians (Kaiser 527-565). Die Digesten (auch Pandekten genannt) sind ein Teil des Corpus iuris civilis, der Kodifikation des römischen Rechts, die Justinian seit 529 vornehmen ließ. Sie bestehen in einer Zusammenstellung von Auszügen aus Schriften von Juristen, die zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert gelebt haben. Die Digesten sind in 50 Bücher eingeteilt.
Die Schriften von Bartolus von Saxoferrato wurden zu Standardwerken der Rechtswissenschaft, an denen sich das Zivilrecht noch bis in das 18. Jahrhundert orientierte.
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Dombibliothek Freising, J 185
Bartolus de Saxoferrato
Venedig, Andreas de Paltaszichis, 7.V.1490
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Dombibliothek Freising, J 186
Bartolus de Saxoferrato
Venedig, Andreas de Paltaszichis, 15.VII.1490
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Dombibliothek Freising, J 189
Bartolus de Saxoferrato
Venedig, Andreas de Paltaszichis, 9.VI.1492
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Dombibliothek Freising, J 190
Bartolus de Saxoferrato
Venedig, Andreas de Paltaszichis, 30.VI.1491
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Bartolus von Saxoferrato (1313-1357) lehrte an den Universitäten Pisa und Perugia Zivilrecht. Er war ein gefragter Gutachter beim kaiserlichen Hof. Seine Schriften wurden zu Standardwerken der Rechtswissenschaft, an denen sich das Zivilrecht noch bis in das 18. Jahrhundert orientierte.
Das vorliegende Werk behandelt die Kriterien, die einem Schriftstück Authentizität verleihen.
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Dombibliothek Freising, J 220
Bartolus de Saxoferrato
[Mailand], [Johannes Antonius de Honate], 7.III.1480
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Als "Bursfelder Kongregation" wird der Zusammenschluss von Benediktinerklöstern in Mittel- und Westdeutschland zwischen 1430 und ca. 1460 bezeichnet, die der Reform des benediktinischen Ordenslebens nach dem Vorbild der Abtei Santa Giustina bei Padua folgten. Den unierten Klöstern wurden z.B. eigene Kapitel und Visitatoren zugestanden.
Das vorliegende Buch wurde als Handexemplar für einen Abt der Bursfelder Kongregation erstellt und enthält die Gebete und verschiedenen Riten, die ihn betreffen. Wegen der starken Verwendung und Überarbeitung sind nur fünf Exemplare des Werks überliefert. Dieses Exemplar weist starke Gebrauchsspuren auf und wurde im 16. Jahrhundert neu gebunden.
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Dombibliothek Freising, J 223
[Bamberg], [Johann Sensenschmidt], [um 1485]
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Dieser anonyme theologische Traktat behandelt neun mögliche Herausforderungen und Bedrohungen des priesterlichen Amtes. So gehen Gefährdungen von jenen Spendern aus, die sich von ihrer Stiftung eine Einflussnahme auf das Priesteramt verschaffen wollen. Weitere Gefahren drohen von begehrlichen Frauen, von Verwandten, vom Mesner, von einem Bauern und von einem Offizial, der es auf die Hühner des Priesters abgesehen hat. Schließlich können dem Priester sogar der Bischof, der Kaplan und der Prediger zusetzen.
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Bibliothek des Metropolitankapitels München, Inc 14
[Leipzig], [Konrad Kachelofen], [um 1489]
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1492 hielt der Bischof von Konstanz, Thomas Berlower (1491-1496) eine Diözesansynode ab. Sein Nachfolger Hugo von Hohenlandenberg (1496-1530) erneuerte 1497 die Statuten der Diözesansynode von 1492 mit geringfügigen Ergänzungen.
Als Themen werden behandelt: Der Aufgabenbereich des Dekans, das Pfründewesen, das Stiftungsrecht, die Festlegung von Weiheterminen, Rechtsformen des Priestertums, das kirchliche Prozessrecht, Testamente von Geistlichen, die Kirchenverwaltung, Regelungen zur Aufbewahrung der Hostien, Regelungen zu Ehe und Verlöbnis, Strafen bei Entführung, die Wucherei, das Interdikt, die Exkommunikation, Buße und Vergebung und die Beschlüsse des Konzils von Basel.
Eine Besonderheit stellt die nachträgliche Veränderung auf dem Titelblatt dar: Die schmale Rose auf dem Wappen von Bischof Thomas Berlower, unter dem die Diözesansynode 1492 stattgefunden hatte, wurde mit dem kräftigen Blütenkopf einer Rose übermalt. Möglicherweise sollte dadurch der Fortbestand der Synodalstatuten von 1492 auch unter dem Nachfolger im Amt symbolisch zum Ausdruck kommen.
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Bibliothek des Metropolitankapitels München, Inc 96
[Basel], [Michael Furter], [nicht vor 1492]
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Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2012