Johann Andreas Schmeller
Konzipiert war Schmellers Werk als Mundartwörterbuch des gesamten damaligen Königreichs Bayern. Allerdings enthält das "Bayerische Wörterbuch" nur wenige fränkische Nachweise und fast keine schwäbischen, so dass das Bairische dominiert.
Dokumentiert ist nicht nur die zu Schmellers Zeit gesprochene Mundart. Vielmehr bezog Schmeller auch die schriftliche Überlieferung, vor allem die Handschriften der Hofbibliothek, mit ein. Die Erläuterungen zu den einzelnen Einträgen enthalten ferner eine Fülle von kulturgeschichtlich und volkskundlich relevanten Informationen.
Die beiden Bände des Wörterbuchs stehen vorerst als Bilddateien zur Verfügung. Die Erschließung erfolgt über das Inhaltsverzeichnis.
Die eigenwillige Gliederung von Schmellers Wörterbuch, die sich nicht an der herkömmlichen alphabetischen Sortierung orientiert, ist anfangs verwirrend. Empfehlenswert ist es daher, zunächst den entsprechenden Einführungstext zu konsultieren. Erleichtert wird die Benutzung durch das von Georg Karl Frommann bearbeitete alphabetische Gesamtregister im Band II.
Das Projekt ist seit August 2007 online. Die Volltextversion des Registers ist in Vorbereitung.
Anthony Rowley (Hg.), Sprachbrockensammler, Wortklauber und idioticographischer Gesottschneider. Vorträge zum Jubiläumsjahr 2002 (Jahrbuch der Johann-Andreas-Schmeller-Gesellschaft 2002), Bayreuth 2003.
Zuletzt aktualisiert: 30. August 2012