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Schätze der Staatsbibliothek Bamberg: Fränkische Schweiz

Die Riesenburg bei Doos, 1804 -  SB Bamberg, RB.Or.f.2, Bl. [5]. Die Riesenburg bei Doos, 1804 -  SB Bamberg, RB.Or.f.2, Bl. [5].

Die Bezeichnung „Fränkische Schweiz“ geht vermutlich auf Johann Christian Fick (1763 - 1821) zurück, der diesen Begriff 1812 in seiner „Historisch-topographisch-statistischen Beschreibung von Erlangen“ verwendete. Noch 1810 meinte der Erlanger Zoologieprofessor Georg August Goldfuß (1782 - 1848) in den Felsmassen und Berggipfeln der „Umgebung von Muggendorf“ nur „unmündige Kinder“ der Alpen zu erkennen. Josef Hellers berühmter Reiseführer von 1829 trug dann aber schon die „Fränkische Schweiz“ im Buchtitel und verhalf sowohl dem Kunstwort als auch der aufkommenden Tourismusindustrie zum Durchbruch. Die Grenzen des Gebietes zwischen Bamberg, Bayreuth und Erlangen konnten die Literaten von damals nicht eindeutig festlegen, bis heute hat sich daran nichts geändert. Einigkeit herrscht seitdem hingegen über die Einzigartigkeit des Landschaftsbildes mit seinen wilden Felsformationen, den zahlreichen Burgen und dunklen Höhlenwelten.

 

Literaturhinweis:

  • Bernhard Schemmel, Die Entdeckung der Fränkischen Schweiz im Spiegel der Graphik, Bamberg 1988 (Dieses Werk im Bibliotheksverbund Bayern BVB).