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Bayerische Staatsbibliothek München: Clm 26670 und Clm 26898

Zum Digitalisat.Aus Clm 26898, fol. 181r: Schlachtenszene (2. Makkabäer).

Bibel der Regensburger Dominikaner
Clm 26670 - Band 1: Aliquot libri veteris testamenti cum literis pictis figuras exhibentibus. Interpretationes terminorum bibliae u.a.
Clm 26898 - Band 2: Prophetae et evangelia aliique libri minores

 

Zum Digitalisat. Clm 26670 (Band 1)

Zum Digitalisat. Clm 26898 (Band 2)

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Die um 1450 in Regensburg entstandene zweibändige Handschrift gehörte zum Bücherbestand des Regensburger Dominikanerkonventes (gegründet 1229). Die Inschriften Clm 26670 fol. 1rConventus ratisponensis“ und Clm 26898 fol. 1rConventus ratisponensis/ Ord. Pred. Dm.“ bezeugen die Bibliothekszugehörigkeit.

Die auf Papier gefertigte lateinische Bibel umfasst im ersten Band 372 und im zweiten Band 373 Blätter (0,32 x 0,22 cm). Der Text ist zweispaltig angelegt und in Bastarda ausgeführt. Die Wasserzeichen (Turm und Kreuz auf Dreiberg), die erst zwischen 1444 und 1447 nachzuweisen sind, legen in Kombination mit stilistischen Merkmalen eine Datierung um 1450 nahe. Zu Beginn eines jeden biblischen Buches ist eine Miniatur in Spaltenbreite mit Federzeichnung und Deckfarbenmalerei ausgeführt. Die manieristisch wirkenden 38 Miniaturen weichen in ihrer Bilderfindung von traditionellen Typen der Bibelillustration ab. Den Miniaturen verwandt ist die Severustafel (1456), die heute im Diözesanmuseum St. Ulrich in Regensburg aufbewahrt wird.

Der Weg der Handschrift in die Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek ist bis auf die Annahme, dass das zweibändige Werk im Zuge der Säkularisation in die Regensburger Stadtbibliothek gelangte und Ende des 19. Jahrhunderts nach München abgegeben wurde, heute ungeklärt.

Wolfgang Neiser, Regensburg

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