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Charte den Bayerischen Kreis vorstellend

Charte den Bayerischen Kreis vorstellend. Nach astronomischen und andern bewährten Hülfsmitteln neu entworfen von F. L. Güssefeld. [Ca. 1:630 00] Weimar, Verl. des Industrie-Comptoirs. 1796.

Signatur: Mapp. XI,40
Autor/Hrsg.: F. L. Güssefeld
Jahr: 1796
Technik: Kupferstich
Maßstab: Ca. 1:630 00
Originalgröße: 44 x 55 cm
Der Weimaraner Forstrat und Kartograph Franz Ludwig Güssefeld (1744-1807) begegnet uns als Autor zahlreicher Karten, die seinerzeit besonders in Verlagen mit Massenabsatz (wie z.B. auch bei den Homännischen Erben in Nürnberg) Aufnahme fanden. Laut Lexikon zur Geschichte der Kartographie war er sogar neben Daniel Friedrich Sotzmann der bekannteste deutsche Kartograph seiner Zeit, wobei er sich jedoch beim Großteil seines über 150 Titel umfassenden Oeuvres auf Nachzeichnung respektive Verbesserung älteren Materials beschränkte, was ihm dort auch folgendes, wenig schmeichelhafte Urteil eintrug: <i>Durch überwiegend kompilatorische Arbeiten blieben G.s Karten ohne Nachwirkungen auf die kartographische Entwicklung.</i> Die Karte des Bayerischen Reichskreises ist dann auch ein charakteristisches Beispiel für die Aufbereitung verschiedenster ähnlicher Vorlagen im für das Industrie-Comptoir typischen klassizistischen Zeitgeschmack, ohne große Originalität. Die Kolorierung ist ebenfalls ganz zeittypisch gehalten und zeigt den noch bestehenden territorialen Flickenteppich in Süddeutschland an der Schwelle zur Napoleonischen Ära.
Quelle: Lexikon z. Gesch. d. Kartographie, 1986, Bd. 1

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