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Charte des Bayrischen Kreises

Charte des Bayrischen Kreises. Nach den astronomischen Bestimmungen der Hrn. Cassini, Amman, David, von Humboldt und den Berichtigungen des Hrn. O. L. von Zach neu entworfen von G. F. von Schmidburg und nach dem Preßburger Frieden berichtigt. [Ca. 1:690 000]. Weimar, Verlag des Geograph. Instituts. 1806.

Signatur: Mapp. XI,45 f
Autor/Hrsg.: G. F. von Schmidburg
Jahr: 1806
Technik: Kupferstich
Maßstab: Ca. 1:690 000
Originalgröße: 43 x 54 cm
Nachdem der Autor der Bayernkarte von 1796, Franz L. Güssefeld hauptsächlich für die Homännischen Erben in Nürnberg produzierte, musste man sich in Weimar für die Bearbeitung der hauseigenen Bayernkarte wohl nach Ersatz umsehen. Obwohl auch der kaiserlich-königliche Offizier Freiherr G. F. von Schmidburg eine beeindruckende Liste von Autoritäten von Humboldt bis Zach als Hilfen für seine Arbeit aufzählt, zeigt ein einfacher Augenschein-Vergleich, dass die dargestellte Topographie wohl trotzdem keine so bahnbrechende Verbesserung gegenüber der 1796er Ausgabe erfahren hat. Die zitierten Berichtigungen nach dem Pressburger Frieden (geschlossen zwischen Österreich und Frankreich am 26.12.1805 im heutigen Bratislava), wonach Bayern die von Österreich abgetretenen Gebiete Vorarlberg und Tirol erhalten hatte, sind auf der Karte keineswegs erkennbar nachvollzogen. Im Gegenteil ist sogar noch das Herzogtum Salzburg (grün umrandet) als eigenständiges Territorium eingetragen, obwohl genau dieses zur Entschädigung an Österreich übertragen wurde. Korrekt hingegen ist für das Jahr 1806 die Eintragung des Fürstentums Regensburg, dessen Territorium erst 1810 (nach dem dann wieder erfolgten Verlust Tirols und Vorarlbergs) an das Königreich Bayern fiel.

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