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Charte vom Bayerischen Kreise

Charte vom Bayerischen Kreise. Nach astronomischen Ortsbestimmungen, den zuverlässigsten Specialcharten und Beschreibungen entworfen von F. L. Güssefeld. [Ca. 1:650 000] Nürnberg, Homann Erben 1805.

Signatur: Mapp. XI,46 l
Autor/Hrsg.: F. L. Güssefeld
Jahr: 1805
Technik: Kupferstich
Maßstab: Ca. 1:660 00
Originalgröße: 44 x 55 cm
Der Weimaraner Forstrat und Kartograph Franz Ludwig Güssefeld (1744-1807) begegnet uns als Autor zahlreicher Karten, die seinerzeit besonders in Verlagen mit Massenabsatz, wie z.B. hier bei Homanns Erben in Nürnberg Teil des Verlagsprogramms waren. Laut Lexikon zur Geschichte der Kartographie war er sogar neben Daniel Friedrich Sotzmann der bekannteste deutsche Kartograph seiner Zeit, wobei er sich jedoch beim Großteil seines über 150 Titel umfassenden Oeuvres auf Nachzeichnung, respektive Verbesserung älteren Materials beschränkte, was ihm dort auch folgendes, wenig schmeichelhafte Urteil eintrug: <i>Durch überwiegend kompilatorische Arbeiten blieben G.s Karten ohne Nachwirkungen auf die kartographische Entwicklung.</i> Eine dieser oft nur geringfügig aktualisierten Neuauflagen ist auch diese Karte des Bayerischen Reichskreises, mit denen der Verlag versuchte, auf die rasche Abfolge der politischen Entwicklungen des napoleonischen Zeitalters zu reagieren, hier z.B. deutlich zu sehen in den seit 1803 vom geistlichen Hochstift zu weltlichen Herzog- respektive Fürstentümern umgewandelten Territorien Salzburg, Freising, Bamberg und Augsburg, von denen neben vielen anderen kleineren Territorien die meisten im Jahr des Erscheinens der Karte für immer zum neu entstehenden Königreich Bayern geschlagen wurden.

Diese Karte steht im DigiTool-Viewer nicht zur Vefügung.
 

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