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Chur-Bayern im Jahr 1802

Chur-Bayern im Jahr 1802. [Gewidmet] seiner Churfürstlichen Durchlaucht zu Pfalz Bayern. Zusammen getragen und gezeichnet von I. C. F. Herdegen, Chur Pfalz Bayrischer Hauptmann der Artillerie, München den 15. Jenner 1802. Herausgegeben von I. L. C. Rheinwald. [Ca. 1:1 100 000] [München], 1802 bzw. 1803.

Signatur: Mapp. XI,42 ab
Autor/Hrsg.: I. C. F. Herdegen
Jahr: 1802
Technik: Kupferstich
Maßstab: Ca. 1:1 100 000
Originalgröße: 43 x 39 cm
Koloriertes Exemplar von 12_Mapp_XI_42_a. Auf dem beiliegenden Erläuterungsblatt kann man nachlesen, dass die Karte in beiden Bearbeitungszuständen zu unterschiedlichem Preis angeboten wurde. Auch der Zweck der Karte ist dort erläutert: <i>... dient zur Uebersicht derjenigen Staaten, welche durch die Entschädigungen eine neue Gestalt erhalten haben ...</i> Im sogenannten Frieden von Luneville war zunächst am 9. Februar 1801 zwischen Frankreich und Österreich bzw. dem Deutschen Reich eine weitreichende territoriale Neuordnung beschlossen worden, deren direkte Folge der so bezeichnete Reichdeputationshauptschluß vom 25. Februar 1803 war. Dabei handelte es sich um die unter den deutschen Staaten ausgehandelten materiellen und territorialen Entschädigungen für an Frankreich abgetretene linksrheinische Gebiete, deren unmittelbare Konsequenzen wiederum Säkularisation (Enteignung von Kirchengut) und Mediatisierung (Enteignung der Reichsstädte) waren. Vor allem Flächenstaaten wie das erst kürzlich zum Königreich erhobene Bayern konnten davon profitieren. Generell gesprochen war dieser Prozess der Anfang vom Ende des alten Römischen Reiches Deutscher Nation und bedeutete kartographisch gesehen geradezu eine Flurbereinigung des territorialen Flickenteppichs in Mitteleuropa.

Zur historischen Karte im DigiTool-Viewer
 

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