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Landtafel 21

[Landtafel] 21 aus: Bairische Landtaflen, XXIIII. [Gewidmet] Alberto Com. Palatino Rheni [= Herzog Albrecht V. von Bayern]. Darinnen das Hochloeblich Furstenthumb Obern unnd Nidern Bayrn sambt der Obern Pfaltz, Ertz unnd Stifft Saltzburg, Eichstet unnd andern mehrern anstossenden Herschafften mit vleiß beschriben und in druck gegeben Durch Philippum Apianum. [Formschneider: Jost Amman, Hieronymus Wolff und Wolf Strauß]. [Ca. 1:140 000]. Ingolstadt, Selbstverlag 1568. Holzschnitt in 24 Teilen auf 22 Bl. , Gesamtgröße des Originals 156 x 159 cm, je Blatt 43 x 33 cm

Signatur: Hbks F 15
Autor/Hrsg.: Philipp Apian
Jahr: 1568
Technik: Holzschnitt
Maßstab: ca 1:140 000
Originalgröße: 156 x 159 cm, je Blatt 43 x 33 cm
Dieses frühe Hauptwerk der bayerischen Kartographie wird nach wie vor am besten durch die Lobpreisung von Max Gasser aus dem Jahr 1903 beschrieben: <i>Der ersten durch Philipp Apian (1531-1589) vollzogenen Landesaufnahme muß nachgerühmt werden, daß zu einer Zeit, in welcher sämtliche übrigen Staaten kaum primitive Karten besaßen, dieselbe das vollendetste Kartenwerk nicht nur ihrer Epoche sondern auf Jahrhunderte hinaus, hervorgebracht hat ...</i> Auf der einundzwanzigsten von insgesamt 24 Landtafeln ist Bayerns südwestliche Alpengrenze vom Lech bis zum Kochelsee dargestellt. Leider stimmen hier wegen der komplizierten territorialen Verhältnisse (Splittergebiete) Farbgebung und Grenzen oft nicht. So sind die Klostergerichte Benediktbeuern und Ettal mit Murnau nicht vom Landgericht Weilheim getrennt. Im Süden wird die Herrschaft Schwangau grün dargestellt und von der Grafschaft Werdenfels des Hochstifts Freising ragt noch die Vedute der namengebenden Burg ins Bild. Gelb ist das Landgericht Landsberg gekennzeichnet. Westlich des Lech ist das bayerische Landgericht Schongau jedoch nicht gegen das Hochstift Augsburg mit Füssen abgesetzt. Besonders charakteristisch für Apians Stil sind die individuell ausgestalteten und hie und da mit einer Gemse geschmückten Bergsilhouetten dieser Landtafel. (Lit.: Philipp Apian und die Kartographie der Renaissance, 1989).
Quelle: Philipp Apian und die Kartographie der Renaissance, 1989

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