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Würm-See

Plan des Würm-Sees. Sechs Stunden von München entfernet ... Entworfen vom Obersten von Riedl. Gestochen von Johann Carl Schleich. [Ca. 1:28 800]. [Doppelblatt 4] in: Riedl, Adrian von: Strom-Atlas von Baiern. München, Lentnerische Buchhandlung. In 3 Lieferungen (unvollendet) erschienen 1806-1808.

Signatur: 2 Mapp. 152 qea
Autor/Hrsg.: Adrian von Riedl
Jahr: 1806-1808
Technik: Kupferstich
Maßstab: Ca. 1:28 800
Originalgröße: 70 x 44 cm
Das kartographische Werk des bayerischen Obersten und in vielfältigen Ämtern mit Straßen-, Brücken- und vor allem auch Wasserbau beschäftigten Adrian von Riedl (1746-1809) hätte mit dem Stromatlas seinen krönenden Abschluss finden können, wäre dieser durch seinen plötzlichen Tod nicht unvollendet geblieben. Trotzdem waren und blieben die in mehreren Subskriptionslieferungen erschienenen Blätter die bis dahin beste und genaueste Wiedergabe bayerischer Gewässer und konnten erst im Laufe der amtlichen Landesvermessung durch das Topographische Bureau 1812-1867 (vgl. Topographischer Atlas von Baiern) ersetzt werden. Das insgesamt 4. Blatt des Atlas ist die erste genau vermessene Karte des Starnberger Sees. Ein Tiefenprofil (mit auf der Karte eingetragenen Lotungspunkten) und ein Kärtchen, das die trigonometrischen Messpunkte zeigt, ergänzen die Darstellung. Allerdings konnte Riedl die tiefste Stelle des Sees mit den wenigen Lotungen noch nicht ermitteln. Er gibt sie mit nur knapp 116 Metern (69 Klafter) an. Tatsächlich ist der See jedoch bei Allmannshausen 127,7 Meter tief. (Lit.: R. Finsterwalder in: 400 Jahre Mercator, 400 Jahre Atlas, 1995).
Quelle: R. Finsterwalder in: 400 Jahre Mercator, 400 Jahre Atlas, 1995

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