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IVVAVVM - Römersteine im bayerisch-österreichischen Grenzraum

Aus dem Salzburg Museum: Kopf einer Statuette der Göttin KybeleAus Salzburg: Kopf einer Statuette der Göttin Kybele

Das seit Kaiser Claudius (reg. 41-54) als municipium autonome Gebiet von Iuvavum, dem heutigen Salzburg, bildete einen wichtigen Handelspunkt innerhalb der römischen Provinz Noricum. Zum Gebiet von Iuvavum gehörte auch Südostbayern (Chiemgau, Rupertiwinkel) bis zum Inn.

Obwohl ein lokales Zentrum der Romanisierung, zeugen heute nur noch wenige Überreste von der einstigen Bedeutung des Gebiets. Die im regionalen Sprachgebrauch auch als Römersteine bezeichneten Überreste von Grabdenkmälern, Weihealtären, Meilensteinen, Statuen oder Bauplastik bilden dabei wichtige Zeugnisse für das Leben in der antiken römischen Provinz.

Das Informationssystem Iuvavum baut auf den bereits vorhandenen wissenschaftlichen Datensammlungen VBI ERAT LVPA und SAXA LOQUUNTUR auf. Es versucht als grenzüberschreitendes Projekt den heutigen Bewohnern des Stadtterritoriums des antiken Iuvavums diesen Aspekt ihres regionalen Kulturerbes näher zu bringen. Erfaßt wurden dabei alle bekannten römischen Steindenkmäler und Inschriften aus den heutigen bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land, Rosenheim und Traunstein, den Salzburger Bezirken Hallein, Salzburg-Stadt, Salzburg-Umgebung, Sankt Johann im Pongau und Zell am See, sowie in Oberösterreich die Bezirke Braunau, Gmunden und Vöcklabruck.

 

Zum Angebot

 

Hinweise zur Benutzung

Alle im Projekt erfassten Objekte sind über Textliste oder Karte nach ihrem Fundort, im Falle musealer Werke auch über ihren Aufbewahrungsort aufzufinden.  Jedes Objekt ist  umfassend beschrieben und nach einheitlichen Gesichtspunkten erschlossen; Inschriften sind transkribiert. Ein größerer Teil der Datensätze enthält Fotos der beschriebenen Objekte. Ausführliche Texte bieten zusätzliche Informationen zum Gegenstand der Datenbank, sowie zu Gebiet und Grenzen des antiken Iuvavums. Eine Beschreibung der für die Objekte verwendeten lokalen Steinsorten, sowie ein ausführliches Glossar runden das Angebot ab.


Angaben zum Projekt

Das Angebot "IVVAVVM - Römersteine im bayerisch-österreichischen Grenzraum" ist ein gemeinsames Projekt der Bayerischen Staatsbibliothek und der CHC (Cultural Heritage Computing)-Forschungsgruppe der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Salzburg Museum, den Oberösterreichischen Landesmuseen und der Landesfachstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern. Die Förderung erfolgte durch:

Das Angebot ist seit Januar 2008 online.

EFRE:  Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein

Salzburg Museum

Oberösterreichische Landesmuseen

Bayerische   Staatsbibliothek - Information in erster Linie

CHC – Research Group for Archaeometry and Cultural   Heritage Computing at the University of Salzburg Landesstelle für die   nichtstaatlichen Museen in Bayern