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Spätmittelalterliche Landtage (1429-1513)

Titelblatt des ersten Bandes der Krenner-Edition Titelblatt des ersten Bandes der Krenner-Edition

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Der Geheime Referendär im Finanzministerium, Franz von Krenner (1762-1819), gab zwischen 1803 und 1805 die „Baierischen Landtagshandlungen in den Jahren 1429 bis 1513“. Seine Edition deckt damit die letzte Epoche der bayerischen Teilherzogtümer nach dem Straubinger Erbfall und die Anfangsjahre des wiedervereinigten Herzogtums ab.

Krenner schöpfte aus der landesfürstlichen Überlieferung, konkret dem Geheimen Landesarchiv, während das Archiv der damals noch bestehenden bayerischen Landschaft ihm verschlossen blieb. Er versuchte, das Handeln der Landschaft in jener Zeit möglichst lückenlos zu dokumentieren. Seine Edition enthält daher ein breites Spektrum an Quellentypen: Protokolle von Land- und Ausschusstagen, Rechnungen, Mandate und weitere Quellen zur Geschichte der Zeit. Krenner erwähnt auch Landtage, von denen er keine Originalquellen fand.

Im Vorwort zum ersten Band kündigte Krenner Supplementbände an, in denen er neu aufgefundenes Material publizieren wollte. Dabei dachte er besonders an die Archive der Klöster, deren Aufhebung gerade im Gange war. Diese Ergänzungsbände erschienen jedoch ebenso wenig wie die von Krenner geplante Edition der älteren Landtage, beginnend mit dem Schneitbacher Rittertag von 1302 bis 1428.

Krenners Quellenwerk genügt heutigen editorischen Standards nicht mehr. Es ist gleichwohl bis heute für die historische Forschung unverzichtbar.

Literatur:

 

Hinweise zur Benutzung

Das Angebot liegt in einer Blätterversion vor. Zusätzlich können die Überschriften im Volltext durchsucht werden.