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Porträtaufnahmen von Gabriele Gräfin von Arnim

Die Fotografin Gabriele Gräfin von Arnim (geb. 1917) schuf in den 1950er Jahren zahlreiche Bildnisse von Persönlichkeiten, die München in der Nachkriegszeit prägten. Besonders interessante Zeugnisse der Zeitgeschichte sind die Porträts von Journalisten, Redakteuren und Verlegern der Süddeutschen Zeitung, die Ende 1955 anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Blattes entstanden. Zu den Porträtierten zählt auch die Malerin Gabriele Münter (1877-1962), die sich von Gräfin Arnim an ihrem 80. Geburtstag in nachdenklicher Pose fotografieren ließ. Ebenfalls hochbetagt, aber sprühend vor Lebensenergie zeigte sich die Schriftstellerin, Pianistin und Pazifistin Annette Kolb (1870-1967) 1952 in ihrem Pariser Wohnsitz.

 

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Konrad Reßler, Bertolt Brecht, 1927. © Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie Konrad Reßler, Bertolt Brecht, 1927.
© Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie.

Bertolt Brecht beim Fotografen

Über die Porträtsammlung des Münchner Stadtmuseums ist die gesamte Porträtserie von Bertolt Brecht (1898-1956) einsehbar, die vermutlich 1927 im Hofatelier des Augsburger Fotografen Konrad Reßler (1875-1960) entstanden ist. Bemerkenswert ist allein schon der Umfang der Serie mit 32 Bildnissen. Von kaum einem Literaten der Zwischenkriegszeit ist eine Porträtsitzung in dieser Größenordnung überliefert. Durch den gänzlichen Verzicht auf Dekor, die Lichtregie sowie das spielerische Miteinander von Fotograf und Porträtiertem fallen die Bildnisse auch formal aus dem Rahmen.

 

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Literatur: Michael Koetzle (Hrsg.), Bertolt Brecht beim Photographen, Siegen 1987 (Pfeil BVB).

 

 

 

 

 

 

Der Nachlass des Hermann Landshoff

Der Nachlass des deutsch-amerikanischen Fotografen Hermann Landshoff (1905 -1986) wurde Ostern 2012 zur wissenschaftlichen Erschließung der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums überlassen. Im Jahr darauf wurden die Ergebnisse der umfangreichen Recherche in der Ausstellung "Hermann Landshoff - Eine Retrospektive. Photographien 1930-1970" sowie in der begleitenden Publikation vorgestellt. Erstmals wurde so einem breiten Publikum das vielseitige fotografische Werk zugänglich, mit dem Landshoff insbesondere die Modefotografie maßgeblich beeinflusste. Einzigartig sind ebenso die umfangreichen Porträtzyklen zeitgenössischer Fotografen, Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller. Die rund 3.600 Fotografien im Nachlass wurden im Zuge ihrer Bearbeitung digitalisiert und sind nun vollständig in der Deutschen Fotothek abrufbar. Die wichtigsten Porträts werden in der "Porträtsammlung des Münchner Stadtmuseums" online gezeigt.

 

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Literatur: Ulrich Pohlmann und Andreas Landshoff (Hrsg.), Hermann Landshoff - Portrait Mode Architektur. Retrospektive 1930-1970, München 2013 (Pfeil BVB).

 

 

Der Maler Anselm Feuerbach (1829-1880). Kalotypie von Alois Löcherer, 1849 Anselm Feuerbach (1829-1880). Kalotypie von Alois Löcherer, 1849.
© Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie.

Porträtaufnahmen von Alois Löcherer

Der Pharmazeut und Chemiker Alois Löcherer (1815-1862) gehörte in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Porträtfotografen Münchens. Zu den Porträtierten zählten Vertreter der Münchner Künstlerschaft, die sich von Löcherer im Stil des gehobenen Bildungsbürgertums gekonnt in Szene setzen ließen. Einige dieser Porträt-Kalotypien, die sich im Bestand des Münchner Stadtmuseums befinden, konnten identifiziert werden und werden in der "Porträtsammlung des Münchner Stadtmuseums" erstmals online präsentiert.

 

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